Immer das selbe Bild

15.10.18

Frei vor dem Lohrer Tor: Rimpars Nicolas Gräsl im Duell mit Keeper Tamas Szabo, dessn Teamkollege Kevin Gehl (links) nur Zuschauer ist. Foto: Volker Danzer

DJK Rimpar II – TSV Lohr 24:20 (11:10)

Am Ende war eigentlich alles wie immer nach Spielen in der Saison. Die Lohrer Spieler saßen enttäuscht auf der Auswechselbank und mussten eine Niederlage verarbeiten. Es war die fünfte im fünften Spiel dieser Runde. „Da rackert man bis zum Umfallen, und am Ende ist es wieder nichts“, erklärte Rückraumspieler Markus Seltsam. Und Trainer Bernd Becker ergänzte: „Es war bei vier von fünf Spielen. Wir haben sehr viel richtig gemacht, zum Beispiel richtig gut gedeckt, aber uns nicht belohnt.“

Richtig gut sah es für die Gäste in der ersten Viertelstunde aus. Lohr nutzte Rimparer Fehler und kam mit schnörkellos vorgetragenen Gegenstößen zu einer 6:3-Führung. Hinten zeigte Keeper Tamas Szabo eine bärenstarke Vorstellung. Der 36-jährige Ungar parierte eine halbes Dutzend völlig freier Bälle und stellte die Werfer der Zweitliga-Reserve damit vor Probleme. Nach 14 Minuten nahm DJK-Trainer Janko Skrbic eine Auszeit, um seinen Spielern ins Gewissen zu reden. Die spielten zwar einen schnellen Ball und waren technisch das bessere Team. Doch die engagiert kämpfenden Gäste hielten die Partie bis zur Pause offen.

Nach dem Wechsel hatte das TSV-Team seine schwächste Phase. Einige Ballverluste bescherten Rimpar leichte Kontertore, beim Stand von 18:13 (43.) sah die DJK-Reserve wie der sichere Sieger aus. Doch Beckers Mannen kämpften sich zurück ins Spiel. Vor allem Markus Seltsams brachiale Durchsetzungskraft sorgte dafür, dass die Partie beim Stand von 19:17 wieder offen war, zumal Lohrs Abwehr wieder an Stabilität gewonnen hatte. Doch in der entscheidenden Phase suchten und fanden die Hausherren immer wieder ihre Kreisläufer, die dann für die entscheidenden Treffer sorgten. Vor allem den aus Erlangen nach Rimpar zurückgekehrten Nicolas Gräsl bekamen die Gäste nicht in den Griff.

Lob vom Gegner

Für die unterlegenen Lohrer gab es hernach Lob vom Gegner, für das sich die TSV-Spieler aber nichts kaufen konnten. „Wir wussten, dass es nicht einfach wird. Lohr hat bislang ja nur gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte gespielt“, erklärte Maximilian Wirth, der Ex-Lohrer im DJK-Trikot, der drei Treffer beim Sieg über seinen alten Verein beisteuerte.

Nach dem fünften Spieltag sind die Lohrer weiter unter den zwei Teams, die noch nicht gepunktet haben. „Die Gegner, gegen die wir etwas holen, kommen noch“, machte Markus Seltsam klar. Und dürfte dabei auch an die SG Regensburg gedacht haben, die am Samstag im Lohr zu Gast. Dann da stehen Bernd Beckers Mannen schon massiv unter Druck, geht es doch gegen einen mutmaßlich direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

U. Sommerkorn

Rimpar: Leikauf, Villmann (n. e.) – Weber 1, Fischer 1, Krämer, Hofmann 2, Keidel 1, Karle 1/1, B. Gräsl 6, Schmitt, N. Gräsl 6, Wirth 3, Weinhardt 3/1, Noack.

Lohr: Szabo (1. – 57.), S. Hartig (57. – 60.) – Zeleny 1, J. Scheiner, Seltsam 5, F. Schmitt 2, Röder, J. Schmitt 3, Born 1, Horn 3, Gehl, Zehnter 1, Horky 4.

Schiedsrichter: Schweizer/Vornehm (Augsburg).

Zeitstrafen: 3:3.

Siebenmeter: 4/2 – 0/0.

Zuschauer: 150.

Spielfilm: 2:2 (5.), 3:6 (13.), 9:7 (24.), 10:10 (28.), 13:10 (32.), 9:14 (45.), 19:17 (50.), 22:18 (56.).

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Friedberg-Niederlagen-und-Schlappen-Immer-das-selbe-Bild-beim-TSV-Lohr;art798,10083047#paywallanchor

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