Keine Punkte für Lohrer Rumpfteam

17.12.17

Ferdinand Schmitt

Ferdinand Schmitt

Foto: Peter Kolb

HaSpo Bayreuth – TSV Lohr 23:20 (9:9)

Nach dem Spiel gab es für die Lohrer Anerkennung für eine besonders in der Defensive engagierte Vorstellung. Unter dem Strich stand freilich das fünfte sieglose Bayernliga-Spiel in Folge und die Erkenntnis, dass der Kampf um den Klassenerhalt im neuen Jahr ein zentrales Thema für das Team von Trainer Bernd Becker werden dürfte. „Wir haben nicht viel falsch gemacht, aber kaufen können wir uns nichts davon“, betonte der Coach, der aber zumindest auf einen psychologisch positiven Effekt ob der guten Leistung hofft: „So eine Vorstellung ist natürlich gut für den Kopf. Wir konnten eine Spitzenmannschaft in Schwierigkeiten bringen.“

Das taten die Lohrer mit großen personellen Problemen. Neben dem aus privaten Gründen fehlenden Janis Gremzde fielen auch noch der erkrankte Bohuslav Zeleny und der beruflich verhinderte Zoltan Ferencsik aus. „Bei Bayreuth haben sich 17 Spieler warm gemacht, 14 standen dann auf dem Spielberichtsbogen. Wir hatten gerade neun Feldspieler“, fasste der Lohrer Coach zusammen. Dennoch hielt seine Mannschaft das Spiel in der ersten Hälfte offen, besonders weil die Defensive sicher stand und Keeper Tamas Szabo einen guten Job machte.

Nach einem Pausenstand von 9:9 gerieten die Gäste binnen acht Minuten mit 11:15 ins Hintertreffen, weil sie sich vorne einige Ballverluste zu viel geleistet hatten, was Bayreuth mit Gegenstoßtoren bestrafte. Letztlich brachte diese Phase die Vorentscheidung. „Wenn man uns einen Vorwurf machen will, dann dafür, dass wir uns um die 20 Fehlwürfe geleistet haben“, erklärte Bernd Becker. Als Gründe dafür nannte er zum einen starke Vorstellung von Bayreuths Torwart Niklas Pfeifer, aber auch den Umstand, dass Lohr mit den eingeschränkten personellen Möglichkeiten in der zweiten Hälfte schlichtweg die Kräfte fehlten.

So kam das TSV-Team zwar noch mehrmals auf zwei Tore Differenz heran, die Wende schafften die Gäste im letzten Punktspiel des Jahres aber nicht mehr. „Wir haben es geschafft, dass die Leichtigkeit im Bayreuther Spiel weg war. Letztlich ist der Sieg aber verdient. Vor allem deshalb, weil der Gegner den breiteren Kader hatte und das ausgespielt hat“, resümierte der Lohrer Coach.

Nach einer Übungseinheit am Dienstag haben die Lohrer Handballer bis 2. Januar erst einmal Trainingspause. Das erste Bayernliga-Spiel im neuen Jahr steht dann für sie am Samstag, 13. Januar an, wenn sie den SV Anzing empfangen. Eine im Kampf um den Klassenerhalt wichtige Partie für das Team von Bernd Becker, bei der es dann weniger auf eine gute Vorstellung, sondern vor allem auf die Punkte ankommen dürfte.

U. Sommerkorn

Bayreuth: Lehnard, Pfeifer – Schalk (1), Nicola (2), Baldauf (1), Herrmannsdörfer (4), Weiss (2), St. Berghammer (3), Rahn (1), Schmidt, Elschner (3), Meyer-Siebert (6), Y. Berghammer, Göritz (1).

Lohr: Szabo (1. – 53.), Hartig (53. – 60.) – J. Scheiner (1), F. Schmitt (2/2), Kralik, J. Schmitt (5), Born (5), Rahtz, Röder, Horn (1), Horky (6).

Schiedsrichter: Langner/Liebsch (Weitramsdorf/Hammelburg).

Zeitstrafen: 4:3.

Siebenmeter: 0/2 – 2/2.

Zuschauer: 200.

Spielfilm: 0:2 (5.), 2:4 (11.), 5:4 (18.), 7:7 (26.), 9:9 (30.), 12:9 (33.), 15:10 (38.), 16:14 (44.), 18:16 (48.), 20:18 (52.), 23:18 (57.).

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Friedberg-Keine-Punkte-fuer-Lohrer-Rumpfteam;art798,9822341#paywallanchor

© Main-Post 2017

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