Lohr setzt ein Zeichen im Abstiegskampf

02.12.18

HSG Würm-Mitte – TSV Lohr 19:28 (7:12)

Die Zeiten mögen schwer sein, doch der TSV Lohr lässt sich im Abstiegskampf nicht unterkriegen. Der 28:19-Erfolg im Kellerduell bei der HSG Würm-Mitte bestärkte auf Seiten der Gäste die Hoffnung, dass für sie in dieser Saison doch nicht Hopfen und Malz verloren ist. Denn der Sieg beim Aufsteiger in Gräfelfing fiel deutlich aus, die Gäste erreichten ihn, ohne wirklich zittern zu müssen. Mit den zwei Punkten sind die Lohrer der Tabellenregion ein Stück näher gekommen, die am Saisonende einen Verbleib in der Klasse verheißt.

Zurück im Lohrer Aufgebot: Ferdinand Schmitt. Foto: Yvonne Vogeltanz

Chefcoach steckt im Stau fest

Auf der Lohrer Bank hatte übrigens Co-Trainer Gerald Schmitt das Sagen. Denn Coach Mirko Pesic war auf seiner Anreise von seinem Wohnort Zweibrücken wegen Stauungen auf der Autobahn nicht den Weg zum Auswärtsspiel seines Teams gefunden. Bereits drei Wochen zuvor war er aus dem gleichen Grund zur Partie in Eichenau erst mit 20-minütiger Verspätung eingetroffen. „Es ist wie verhext. Er hat mich 30 Minuten vor Spielbeginn angerufen, dass er noch 200 Kilometer entfernt ist. Da wäre er erst nach dem Abpfiff angekommen. Aber so lange die Mannschaft ihre Leistung bringt, ist es eigentlich egal, wer auf der Bank sitzt“, merkte Gerald Schmitt an. Übrigens: Auch das Spiel in Eichenau hatten die Lohrer gewonnen.

Starker Tamas Szabo

Und auch in Gräfelfing war das am Ende nicht anders, die Gäste beherrschten nach anfänglicher 8:3-Führung die Partie gegen den Aufsteiger bis zum Schluss. Gegen die ersatzgeschwächten Hausherren ließen sie nur 19 Gegentore zu, woran die Abwehr und Keeper Tamas Szabo großen Anteil hatten. Der Ungar zwischen den Pfosten hielt zahlreiche schwere Bälle und drei von vier Siebenmetern der HSG. „Das war richtig stark“, kommentierte Schmitt die Leistung seines Keepers.

Bei den Feldspielern hatte Schmitt mit einem nun wieder breiter besetzten Kader die Möglichkeiten, durchzuwechseln und die Belastung auf viele Schultern zu verteilen. So konnte auch eine Reihe von Akteuren ihren Teil zum Erfolg beitragen. Jannik Schmitt führte klug Regie, auf den Halbpositionen warteten Markus Seltsam und Bohuslav Zeleny mit überzeugenden Vorstellungen auf. Und in der zweiten Hälfte gelangen Ferdinand Schmitt wichtige Gegenstoßtore. „Das Einzige, was ich kritisieren muss, ist, dass wir bei unseren Chancen 35 Tore oder mehr hätten erzielen müssen“, resümierte der Lohrer Co-Trainer. Etwas, was er angesichts des Spielausgangs gut verkraften dürfte.

Das nächste Kellerduell

Und ihm war auch klar, dass der Erfolg in Gräfelfing für seine Mannschaft nur eine Durchgangsstation gewesen sein kann. Bereits am kommenden Samstag steht bei der TG Landshut das nächste wichtige Kellerduell an.

U. Sommerkorn

Statistik

Würm-Mitte: Polta, Hechenbeger – Wiesmann, Zwermann 2/1, Johann 1, Pickel 1, Rädler 5, Kreusch 3, Kussmaul, Flibry 2, Mbodji 1, Waterloo 2, Henrich 2, Tinz.

Lohr: Szabo, S. Hartig (n.e .) – Zeleny 5/3. J. Scheiner 2, Seltsam 7, F. Schmitt 5, Röder, Gremzde, J. Schmitt 5, Born, Horn 1, Gehl, Zehnter, Horky 3.

Schiedsrichter: Haderlein/Haderlein (Nürnberg).

Zeitstrafen: 4:8.

Siebenmeter: 4/1 – 3/3.

Zuschauer: 80.

Spielfilm: 3:3 (6.), 3:7 (17.), 6:12 (29.), 9:13 (33.), 11:17 (43.), 14:19 (46.), 16:26 (55.).

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Lohr-setzt-ein-Zeichen-im-Abstiegskampf;art798,10122081

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