Lohr vor enorm wichtiger Partie

13.12.18

Sein Nachfolger wird gesucht: Mirko Pesic. Foto: Yvonne Vogeltanz

TSV Lohr – TSV Rothenburg

(Samstag, 19.30 Uhr, Spessarttorhalle)

Sie hatten nach vier gewonnenen Punkten im November bzw. Anfang Dezember nur kurz durchatmen können beim TSV Lohr (13./4:20). „Jetzt ist der Druck wieder da“, sagt Trainer Mirko Pesic, nachdem sein Team am vergangenen Wochenende beim direkten Konkurrenten in Landshut mit 23:30 verloren hat. „Auch viele andere Ergebnisse am Wochenende waren nicht gut für uns“, ergänzt Pesic. Sprich: Potenzielle Konkurrenten im Abstiegskampf wie Rothenburg, Haunstetten oder HT München haben gepunktet. Und in der Dritten Liga rutschten die bayerischen Teams TV Erlangen-Bruck und HSC Coburg II immer tiefer in den Abstiegskampf. Das heißt: Nach gegenwärtigem Stand der Dinge gibt es nach der Saison mindestens drei Bayernliga-Absteiger, sogar vier oder fünf Teams, die am Ende in die Landesliga runter müssen, sind möglich.

Schwierige Lage

Insofern ist das letzte Lohrer Spiel 2018 gegen den TSV Rothenburg (10./8:16) für die Gastgeber von enormer Bedeutung, zumal es das Team von Mirko Pesic nach dem Jahreswechsel mit einer Reihe von Gegnern zu tun bekommt, die zum Spitzenfeld der Klasse zählen. „Wir müssen so spielen, dass wir möglichst befreit auftreten“, fordert der Coach trotz der schwierigen Situation.

Die Voraussetzungen für einen guten Auftritt der Gastgeber sind allerdings nicht die besten. Jannik Schmitt litt unter der Woche an muskulären Problemen, der Fuß von Lukas Horky war lädiert, der ohnehin angeschlagene Janis Gremzde (berufliche Gründe) konnte ebenso wie Lorenz Schmitt (Studium in Coburg) nicht mit der Mannschaft trainieren. „Die Vorbereitung verlief nicht optimal“, merkt Pesic an, der aber die vier Leistungsträger am Samstag dennoch an Bord haben dürfte.

Große Qualität

Ein weiterer Knackpunkt ist die Stärke des Gegners. „Ich weiß wirklich nicht, warum Rothenburg so weit unten steht. Da ist große individuelle Qualität da“, so Pesic. Damit meint er nicht zuletzt die Rückraumreihe, aus der sein kroatischer Landsmann Ivan Skaramuca mit bisher 62 Saisontreffern heraussticht. Mit Andreas Kister, Nikola Stojanov, der die serbische und ungarische Staatsbürgerschaft besitzt, und dem in Rothenburg geborenen Bosnier Nedim Jasarevic besitzt der Tabellen-Zehnte weitere gefährliche Werfer. „Das ist eine große Aufgabe“, betont Mirko Pesic vor dem Spiel am Samstag.

Die Frage, ob er bei der Vereinsführung nach Neuverpflichtungen in der Winterpause nachgefragt habe, verneint der Lohrer Coach. „Ich habe bisher bei keinem Verein, bei dem ich war, etwas gefordert. Und wenn jemand Neues kommt, weiß man auch nicht, ob der die Erwartungen erfüllt“, sagt Pesic und schickt hinterher: „Wenn sich alle Spieler um fünf oder zehn Prozent steigern, dann braucht man keine Neuzugänge.“

Ausgelassene Feier im April

Bei all den Schwierigkeiten, die die Lohrer derzeit haben, könnte ihnen zumindest ein Rückblick in die jüngere Vergangenheit Mut machen. Am 28. April 2018 gastierten sie zum letzten Spiel der Vorsaison beim TSV Rothenburg und sicherten sich mit einem 20:20-Unentschieden den Klassenerhalt, was hernach ausgiebig gefeiert wurde. Und auch das letzte Spiel der aktuellen Runde wird die Lohrer erneut nach Rothenburg führen – vielleicht ein gutes Omen.

U. Sommerkorn

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Lohr-vor-enorm-wichtiger-Partie;art798,10131633#paywallanchor

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.