Lohrer feiern fröhliche Weihnachten

22.12.19

TSV Lohr – TV Erlangen-Bruck 30:21 (17:12)

Nein: "Oh, du fröhliche" haben die Lohrer Handballer nach dem klaren Erfolg in der letzten Bayernliga-Partie des Jahres zwar nicht gesungen. Gleichwohl herrschte bei ihnen nach dem deutlichen und ungefährdeten 30:21-Erfolg über den Drittliga-Absteiger TV Erlangen-Bruck große Zufriedenheit. Sie klatschten nach dem Abpfiff der Partie die Zuschauern in den drei Blöcken der Spessarttorhalle ab und begaben sich anschließend gut gelaunt auf die Weihnachtsfeier des Teams. "14 Punkte, so kann's weitergehen", bemerkte Lohrs Spielertrainer Maximilian Schmitt mit Blick auf die durchaus ansehnliche Zwischenbilanz seiner Mannschaft. Die rangiert nun auf einem gesicherten Mittelfeldplatz, nachdem sie ein halbes Jahr zuvor fast noch abgestiegen wäre.

Zielstrebig: Lohrs Markus Seltsam (am Ball) hat sich gegen Jan Carlos Völcker (links) und Claudio Schneck (verdeckt) vom TV Erlangen-Bruck durchgesetzt.

Foto: Yvonne Vogeltanz

In der Partie taten sich Dinge auf, die die Lohrer mit Blick auf den weiteren Verlauf der Saison durchaus zuversichtlich stimmen dürften. Etwa der Umstand, dass das Team nach zwei vermurksten und verlorenen Partien selbstbewusst auftrat und kaum Zweifel am Erfolg aufkommen ließ. Oder auch, dass die Mannschaft gefestigt wirkte, obwohl die eigentlichen Stützen des Teams diesmal keine Hauptrolle spielten. So etwa ein Carlos Prieto. Der spanische Ex-Nationalspieler lieferte zwar in der Defensive einen gewohnt soliden Auftritt, vorne aber blieb der 39-Jährige ohne Tor und musste das Spiel in der 46. Minute mit der dritten Zeitstrafe vorzeitig beenden. Spielertrainer Schmitt beschränkte sich nach Kniebeschwerden 50 Minuten lang aufs Coachen auf der Bank. Erst als der Gast aus Mittelfranken kurz vor Schluss auf 19:25 verkürzt hatte, begab sich der frühere Drittliga-Spieler aufs Parkett in dem letztlich erfolgreichen Bemühen, Ruhe und Struktur in die Aktionen seines Teams zu bringen.

Das Lohrer Spiel prägten diesmal andere. In der ersten Hälfte tanzte der bewegliche Jannik Schmitt die Erlanger Abwehr ein ums andere Mal aus, so dass TV-Trainer Roland Nixdorf dem Rückraumakteur eine Manndeckung entgegenstellte. Was wiederum Räume für andere Lohrer schaffte. Diese nutzte in der zweiten Hälfte besonders Markus Seltsam, gegen dessen Dynamik die Abwehr der Gäste kaum ein Mittel hatte. "Keine Ahnung, warum das heute so leicht ging", merkte Seltsam an. Möglich, dass dies daran lag, dass die Abwehr des TV Erlangen-Bruck an diesem Tag nicht in der Lage war, derartigen Widerstand zu leisten wie die letzten Lohrer Gegner aus Bayreuth und Waldbüttelbrunn.

"Wir werden das aufarbeiten", betonte Gästecoach Nixdorf nach der schwachen Leistung seines Teams. Gleichzeitig wies er auch darauf hin, dass seine Mannschaft vor der Saison einen großen personellen Umbruch bewältigen musste und in Lohr auch noch einige Ausfälle zu beklagen hatte. Besonders schwer wog das Fehlen von Regisseur Philipp Hirning, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat.

Nächstes Spiel am zweiten Januar-Wochenende

Dass der Gegner gehandicapt war, konnte die Freude auf Lohrer Seite nicht trüben. "Die Jungs haben sich den Erfolg erarbeitet. Mit Einstellung, Motivation und Teamgeist. Und sie haben sich anders als in den letzten Spielen an den Matchplan gehalten", erklärte Lohrs Spielertrainer Maximilian Schmitt. Seine Spieler haben nach der Weihnachtsfeier allerdings keine Gelegenheit, sich auf die faule Haut zu legen. Demnächst müssen sie zum Laufen gehen, bevor am Freitag, 3. Januar, das Training wieder beginnt. Schließlich steht das nächste Punktspiel schon am Samstag, 11. Januar, an. Da ist HT München in der Spessattorhalle zu Gast.

U. Sommerkorn

Statistik

Lohr: Szabo, T. Scheiner (1 Siebenmeter) – Seltsam 7, M. Schmitt 1, Röder, L. Schmitt 2, J. Scheiner, J. Schmitt 10, Prieto, Born, Horn 4/3, Gehl, Zehnter 1, Horky 5.

Erlangen-Bruck: Golla (1. – 21.), Naglik (21. – 60.) – Schalk, Mücke 3, Kaltenhäuser, Längst 1, Völcker 2, Scholten 1, Schneck, Eichhorn 8/5, Härtl 6, Kessler, von der Burg.

Schiedsrichter: Balzer/Schreiner (Gerfreees).

Zeitstrafen: 7:7.

Rot: Prieto (46., Lohr, 3. Zeitstrafe).

Siebenmeter: 4/3 – 7/5.

Zuschauer: 450.

Spielfilm: 5:5 (10.), 11:7 (19.), 16:10 (27.), 21:12 (37.), 23:16 (44.), 25:19 (51.).

Quelle: Main-Post

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