Lohrer im wilden Abstiegsrennen

14.03.19

TSV Lohr – TSV Haunstetten

(Samstag, 19.30 Uhr, Spessarttorhalle)

Acht von 14 Teams in der Handball-Bayernliga befinden sich derzeit mitten im Abstiegskampf. Denn im Augenblick ist ein Szenario wahrscheinlich, dass aufgrund der Situation in der Dritten Liga am Saisonende vier Teams den bitteren Weg in die Landesliga antreten müssten. Würde dazu noch der (mutmaßliche Bayernliga-Meister) HSC Bad Neustadt in der Aufstiegsrelegation scheitern, käme gar ein fünfter Absteiger hinzu.

Trotz einmonatiger Zwangspause in gutem körperlichem Zustand: Lukas Horky vom TSV Lohr Foto: Yvonne Vogeltanz

Richtungsweisende Duelle

So beginnt ab dem siebten Platz die Abstiegszone, wobei die beiden Letzten, der Eichenauer SV als 13. und die HSG Würm-Mitte auf Rang 14, kaum noch Chancen haben dürften, für kommende Saison einen Platz im bayerischen Oberhaus zu buchen. So machen die Mannschaften von Rang sieben bis zwölf zwei oder drei weitere Absteiger unter sich aus, wobei den Siebten (HT München) und den Zwölften (TSV Rothenburg) gerade einmal vier Punkte trennen. Am Wochenende stehen sich besagte Teams von Platz sieben bis zwölf in direkten und damit richtungsweisenden Duellen gegenüber. Ein solches Abstiegsduell ist auch das Heimspiel des TSV Lohr (11./14:24) gegen den TSV Haunstetten (9./16:22).

Dem Druck stand gehalten

"Meine Mannschaft ist in den letzten Wochen mit dem Druck sehr gut umgegangen", merkt Trainer Mirko Pesic vom TSV Lohr an. Die Situation ist für seine Mannschaft bereits seit seinem Amtsantritt Mitte November in Sachen Klassenerhalt prekär, doch das TSV-Team hat sich stabilisiert, die letzten vier Heimspiele und auch die jüngste Auswärtspartie in Regensburg gewonnen. Doch da zuletzt Mannschaften von Platz zwei bis sechs, für die es weder um Auf- noch um Abstieg geht, auffällig oft gegen Kellerkinder Punkte lassen, ist es ein wildes und berechenbares Rennen um den Klassenerhalt geworden, in welchem die Lohrer weiter punkten sollten, um ihre Chancen zu erhalten.

Robuste Spielweise

Die Gäste aus dem Augsburger Stadtteil waren vor der Saison als einer der heißen Abstiegskandidaten gehandelt worden. Hatten sie doch mit den Brüdern Max und Alexander Horner (zum Drittligisten Fürstenfeldbruck) und Stefan Tischinger (zum Ligarivalen Friedberg) die stärksten Rückraumspieler der vergangenen Jahre verloren. Doch die Haunstettener wehren sich auch mit verminderter spielerischer Qualität gegen den Abstieg. Das tun sie mit großem Kampfgeist und bisweilen gesunder Härte in der Abwehr. "Wir müssen uns jedem Gegner anpassen", betont Mirko Pesic. Will heißen: Seine Spieler sollen sich gegen die offensive Haunstettener Deckung viel ohne Ball bewegen und sich von dem robusten Abwehrspiel der Gäste nicht beeindrucken lassen.

Etwas, was für die Lohrer spricht, ist der Umstand, dass Mirko Pesics Team bis Donnerstagmittag keine Ausfälle zu beklagen hatte. Rückraumspieler Lukas Horky hat sich ja schon beim jüngsten 22:21-Sieg bei der SG Regensburg nach einmonatiger Zwangspause wegen einer Entzündung im Fuß im Team zurückgemeldet. Pesic jedenfalls baut jedenfalls auf den abwehrstarken Tschechen und sieht ihn in körperlichen gutem Zustand: "Lukas ist keiner, der nach einer Pause mit zehn Kilo Übergewicht zurückkommt", sagt der Coach mit einem Augenzwinkern.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post

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