Lohrer wieder bei Endspiel in Rothenburg

02.05.19

TSV Rothenburg - TSV Lohr

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, da reisten die Bayernliga-Handballer des TSV Lohr (8./22:28) zum letzten Saisonspiel nach Rothenburg (12./19:31) und benötigten einen Punkt für den Klassenerhalt, den sie nach einem 20:20-Unentschieden auch feuchtfröhlich feiern konnten. Auch im Jahr 2019 führt die Lohrer ihr letztes Saisonspiel in den Westen Mittelfrankens. Wieder geht es um den Klassenerhalt, wieder würde ein Unentschieden die Rettung für die Gäste verheißen.

Mirko Pesics Vorfreude

Gleichwohl freut sich der scheidende Lohrer Trainer Mirko Pesic auf das Saisonfinale: "Ein Spiel, bei dem es um nichts geht, ist sinnlos." Und es geht auch für die Rothenburger Gastgeber um viel: Sie brauchen einen Sieg, um die letzte vage Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Kurios: Als sich die Lohrer in der vergangenen Saison retteten, hieß ihr Trainer Bernd Becker. In der kommenden Runde wird der 50-Jährige dann den TSV Rothenburg betreuen – egal ob in der Landes- oder Bayernliga.

"Das gibt es nicht in Bangladesh und in meiner Heimat Kroatien"

Lohrs Trainer Mirko Pesic zur Spielansetzung am 1. Mai

Mirko Pesic will sich während der Partie nicht über Zwischenstände aus anderen Hallen informieren lassen, die womöglich Einfluss auf das Lohrer Schicksal haben könnten. "Ich will gewinnen, dann wäre alles klar", betont der seit November 2018 amtierende Coach. Dass er und sein Team überhaupt noch einmal bangen müssen, hat mit einem Ergebnis vom Mittwoch zu tun, als HT München die TG Landshut mit 35:29 bezwang. "Das gibt es nicht in Bangladesh und auch nicht in meiner Heimat Kroatien, dass ein Nachholspiel aus der Vorrunde, das Einfluss auf den Abstieg hat, zu diesem Zeitpunkt ausgetragen wird. So etwas ist Wettbewerbsverzerrung", macht Mirko Pesic seinen Unmut über die Ansetzung Luft.

Hat gute Chancen, in Rothenburg dabei zu sein: Lohrs Spielmacher Jannik Schmitt. Foto: Yvonne Vogeltanz

Doch er und seine Spieler müssen mit den Gegebenheiten leben. "Gut ist, dass wir alles noch in der eigenen Hand haben", macht der Coach klar. Zu einem Punktgewinn in Rothenburg soll auch Spielmacher Jannik Schmitt beitragen, der sich vor Wochenfrist beim 30:27 über die TG Landshut eine Verletzung an der Leiste zugezogen hat. "Ich habe mit Jannik telefoniert, es sieht gut aus", sagt der Lohrer Coach zu den Einsatzchancen seines Spielmachers am Samstag und würdigt gleichzeitig die Arbeit, die Physiotherapeut Frank Hofstötter unter der Woche mit dem Lädierten geleistet habe.

Ende einer erfolgreichen Mission?

Auf jeden Fall will Mirko Pesic seine Mission, die Lohrer zu retten, am Samstag erfolgreich abschließen und vermeiden, dass sein Team am Ende Zehnter wird und noch wochenlang auf einen Relegationserfolg von Spitzenreiter HSC Bad Neustadt warten muss. Theoretisch könnte sich die Amtszeit des 60-Jährigen sogar noch verlängern. Dann nämlich, wenn nach Abschluss des letzten Spieltags Lohr und HT München punktgleich auf den Plätzen neun und zehn stehen würden. Dann käme es auf Grund des ausgeglichenen direkten Vergleichs zwischen den beiden Teams zu Entscheidungsspielen.

Alles gebucht und bezahlt

"Für mich wäre das auch kein Problem", sagt Mirko Pesic zu einer möglichen Verlängerung seines Engagements. Doch ein solches Szenario hätte noch weitere Konsequenzen. So will in der kommenden Woche der im Winter verpflichtete Kreisläufer Ivan Majic eigentlich in seine kroatische Heimat zurückkehren. "Dann müssten wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Ivan noch bleiben kann", sagt Sven Lehmann, der Sportliche Leiter. Und zu guter Letzt müsste die Mannschaft bei einer Relegation wohl eine fürs zweite Mai-Wochenende geplante Saisonabschlussfahrt nach Mallorca absagen. "Alles ist bereits gebucht und bezahlt", so Lehmann, der deshalb umso inständiger darauf hofft, dass die Mannschaft ihre Saison mit einem Punktgewinn in Rothenburg und damit mit einem termingerechten Klassenerhalt beendet.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post

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