Mit leeren Händen heimgefahren

04.10.18

In seinem ersten Saisonspiel steuerte Ferdinand Schmitt vier Treffer bei. Foto: Vogeltanz

HT München – TSV Lohr 27:22 (13:11)

Dritte Lohrer Niederlage im dritten Saisonspiel. Und zum dritten Mal zog der Gegner in der zweiten Hälfte entscheidend davon. „Die Niederlage war unter dem Strich verdient, aber trotzdem ärgerlich. Der Gegner war in den entscheidenden Phasen ein Stück cleverer als wir“, fasste TSV-Trainer Bernd Becker zusammen.

Besonders wurmten den Coach die letzten Minuten der ersten Hälfte. Bis dahin hatten seine Spieler in der Hachingahalle in Unterhaching einen couragierten Auftritt hingelegt. Dabei erwies sich der ins Team zurückgekehrte Ferdinand Schmitt, der die ersten beiden Rundenspiele urlaubsbedingt gefehlt hatte, als belebendes Element. Nach 20 Minuten führten die Gäste mit 10:7 und schienen auf einem guten Weg. „Dann aber leisten wir uns drei oder vier technische Fehler, und das Spiel kippt“, berichtete der Lohrer Coach. Die Schwächen nutzte HT München und ging mit einer 13:11-Führung in die Pause.

Ausgleich gelingt nicht mehr

Im zweiten Abschnitt blieb der Gast bis zehn Minuten vor Schluss auf Tuchfühlung, schaffte es aber nicht, nur einmal den Ausgleich zu erzielen. „Da hat uns auch ein bisschen das Glück gefehlt“, befand Trainer Becker. Und außerdem hatten die Gastgeber in Regisseur Martin Dauhrer einen Mann in ihren Reihen, der die entscheidenden Akzente setzte und den die Lohrer anders als andere Protagonisten der Hausherren nicht in den Griff brachten. Immer wieder fand der flinke und kluge Spielmacher Lücken und nutzte es aus, wenn die Lohrer Abwehr unaufmerksam war. So zogen die Hausherren bis 54. Minute auf 25:20 weg – damit war das Spiel entschieden.

Die Lohrer traten die lange Heimreise nun als eines von zwei Team der Liga an, das nach dem dritten Spieltag noch keinen Punkt vorweisen kann. Und ob sich dieser Zustand in den nächsten zwei Spielen ändert, ist angesichts der schweren Gegner (Friedberg, Rimpar II) eine offene Frage.

U. Sommerkorn

München: Allmendinger, Braun – Neumann 1, Wagner, Behm 1, Elmer 2, Borschel 2, Hermann 2, Dauhrer 7, Newel 3, Wöss 6/4, Heinle, Kottmeir 2, Kropp 1.

Lohr: Szabo (1. – 20., 47. – 60.), S. Hartig (20. – 47.) – Zeleny 5/5, J. Scheiner, Seltsam 2, F. Schmitt 6, Röder 1, Gehl, Gremzde, J. Schmitt 2, Born, Zehnter 1, Horky.

Schiedsrichter: Haderlein/Haderlein (Nürnberg).

Zeitstrafen: 5:4.

Siebenmeter: 4/4 – 5/5.

Zuschauer: 200.

Spielfilm: 3:2 (7.), 4:4 (12.), 7:10 (20.), 11:11 (28.), 13:11 (30.), 14:14 (36.), 19:16 (45.), 21:17 (47.), 21:20 (50.), 25:20 (54.), 27:21 (59.).

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Friedberg-Lohrer-fahren-mit-leeren-Haenden-heim;art798,10074470

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