Nach 588 Tagen: Lohrs Handballer gewinnen wieder ein Bayernliga-Spiel

17.10.21

Foto: Yvonne Vogeltanz | Erfolgreichster Werfer beim Lohrer Auswärtssieg in Roßtal: Linksaußen Jakob Röder erzielte elf Treffer und verwandelte dabei sechs von sechs Siebenmeter-Strafwürfen.

Beim 27:25 in Roßtal muss der Bayernligist lange kämpfen. Die Hauptdarsteller bei den siegreichen Gästen: ein ungarischer Torwart und ein Linksaußen, der elf Treffer erzielt.

Zum ersten Mal seit dem 7. März 2020 hat der TSV Lohr wieder ein Spiel in der Handball-Bayernliga gewonnen. Doch dieser Erfolg nach sage und schreibe 588 Tagen, wobei die lange Durststrecke natürlich in erster Linie Corona zuzuschreiben war, war ein hart erkämpfter. Beim 27:25 (15:13)-Erfolg beim Aufsteiger TSV Roßtal musste das Team um TSV-Spielertrainer Maximilian Schmitt am Samstagabend ganz, ganz lange bangen, bis Lorenz Schmitt zwei Sekunden vor Schluss den Endstand markierte und somit beim Gast für Erleichterung sorgte.

"Hier muss man erst einmal gewinnen", erklärte der Lohrer Spielertrainer nach der Partie und erläuterte, warum es für seine Mannschaft derart eng wurde: "Gespielt haben wir nicht schlecht, aber uns zu viele Fehlwürfe geleistet." In Phasen, in denen der Gast die Begegnung hätte vorentscheiden können, erlaubte er sich die angesprochenen Defizite im Abschluss. Etwa nach einer 14:11-Führung fünf Minuten vor der Pause oder bei einem 24:20-Vorsprung 13 Minuten vor dem Ende. "Dann kommt die Halle wieder, und wir kriegen Probleme", so Maximilian Schmitt.

Doch schaffte es seine Mannschaft auch immer wieder, wenn sie unter Druck geriet, zu reagieren. Etwa, als der Gastgeber zu Beginn überraschend mit einer offensiver 3:2:1-Deckung begann und so dem Lohrer Rückraum viel von seiner Wirkung nahm. Doch in dieser Situation fand Schmitts Team immer wieder den Weg über die Außenpositionen oder den Kreis. So erzielten Linksaußen Jakob Röder (11 Treffer), Rechtsaußen Lorenz Schmitt (2) und Kreisläufer Bernardo Gomes de Almeida (5) zusammen 18 der 27 Lohrer Tore.

Tamas Szabos wichtige Paraden

Und als die Gäste in der Schlussphase unter Druck gerieten, als der Roßtaler Christian Krach nach einer Lohrer Schwächephase zum 25:25 ausglich, war dann der Torwart da. Tamas Szabo hielt anschließend einen Siebenmeter-Strafwirf von Krach und parierte zudem bei einem Roßtaler Gegenstoß. Damit verlieh der ungarische Routinier zwischen den Pfosten seinen Teamkollegen Rückenwind, die anschließend die entscheidenden Treffer zum Sieg markierten, mit dem das TSV-Team auch nach dem zweiten Rundenspiel ungeschlagen ist.

Am kommenden Samstag, 23. Oktober, steht dann die Lohrer Sainson-Heimpremiere an. Zu Gast ist dann der Überraschungs-Tabellenführer der Bayernliga-Gruppe Nordwest, der TSV Haunstetten.

Die Statistik des Spiels

Roßtal:Bühler, Gruber – Krach 1/1, Schmidt 5, Ehrmann 4/2, Cisse 3, Brandscher 1, Bodnakar, Meßthaler 2, N. Nepf, Rößl 2, C. Nepf 4, Hofer 3, Hagen.

Lohr: Szabo, T. Scheiner – Seltsam 2, M. Schmitt, J. Röder 11/6, L. Schmitt 2, J. Schmitt 5, Born, Wunn, Gomes de Almeida 3, Zehnter 4, Horky.

Schiedsrichterinnen: Kleinhenz/Wenkze (Nüdlingen).

Zeitstrafen: 3:3.

Rot: Brandscher (45., Roßtal, Foulspiel).

Siebenmeter: 6/3 – 6/6.

Zuschauer: 300.

Spielfilm: 0:1 (2.), 4:2 (7.), 4:6 (11.), 6:7 (15.), 8:12 (19.), 10:12 (21.), 11:14 (25.), 13:14 (30.), 15:19 (37.), 18:21 (43.), 20:24 (47.), 25:25 (56.), 25:27 (60.).

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