Noch nicht am Ziel

TSV Lohr – HSG Würm-Mitte 37:18 (18:12)

Ist ja auch mal ganz schön, einen Sieg ohne nervliche Anspannung einzufahren. Der leichte 37:18-Heimerfolg über das Schlusslicht bescherte dem TSV Lohr zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf, die aber von vornherein eingeplant waren.

Am Ziel sind die Lohrer aber noch nicht. "Wir haben noch zwei Spiele, die müssen wir gewinnen", verwies Linksaußen Jakob Röder auf die noch anstehenden Partien in dieser Saison am 27. April gegen die TG Landshut und am 4. Mai beim TSV Rothenburg. Gut möglich, dass für die Lohrer aus diesen Begegnungen auch nur ein Sieg reicht. Aber die letzten Wochen haben gezeigt, dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass die Konkurrenz im Tabellenkeller gegen Mannschaften auf höheren Rängen automatisch verliert.

Griff ans Trikot: Timo Kreusch von der HSG Würm-Mitte attackiert den Lohrer Janis Gremzde (rechts). Foto: Yvonne Vogeltanz

Lohrs Trainer Mirko Pesic war nach dem Schlusspfiff keineswegs zufrieden. "Der Gegner war heute unterlegen. Aber viele Dinge haben mir nicht gefallen", so der zu Saisonende scheidende Coach. Und er verwies darauf, dass gegen Landshut und Rothenburg Fehler konsequenter ausgenutzt werden könnten als den Tabellenletzten. "Es war keine gute Körpersprache", so Pesic und verteilte Lob an zwei Spieler, um deutlich zu machen, dass er sich auch von anderen vergleichbares Engagement gewünscht hätte: "Ein Lukas Horky und ein Markus Seltsam haben von Anfang an mit vollem Einsatz gespielt."

Drei vergebene Siebenmeter

Drei verworfene Siebenmeter und im ersten Abschnitt bisweilen laxes Abwehrverhalten hatten Pesics Unmut erregt. In den letzten 15 Minuten war dann seine Mannschaft doch noch richtig bei der Sache. Nach Ballverlusten der bereits abgestiegenen Oberbayern liefen die Hausherren einen erfolgreichen Gegenstoß nach dem anderen. Und als Krönung gab es in der Schlussminute noch einen von Benjamin Horn eingeleiteten und von Jannik Schmitt erfolgreich abgeschlossenen Kempatrick in der Schlussminute.

Ausgelassenheit herrschte nach dem Abpfiff in der Spessarttorhalle dennoch nicht. Auch nicht nach der Dominanz in der Schlussminuten. "Natürlich hat das am Ende Spaß gemacht. Aber auch enge Spiele können schön sein", erklärte Jakob Röder. Gut möglich, dass er und seine Mitspieler wieder in den Genuss der angesprochenen engen Partien kommen könnten. Wahrscheinlich schon dann, wenn die Lohrer demnächst gegen Landshut und Rothenburg ranmüssen.

U. Sommerkorn

Statistik

Lohr: Szabo, T. Scheiner – Zeleny 6/3, Seltsam 4, F. Schmitt 4. Röder 3. Gremzde, J. Schmitt 6, Majic 2, Born 2, Horn 4, Gehl, Zehnter 3, Horky 3.

Würm-Mitte: Kussmaul, Polta – Brunner 5, Zwermann 1, Johann 1, Kreusch 1, Pickel 1, Filbry 2, Selg 2, Simnacher 4/1, Waterloo 1, Tinz.

Schiedsrichter: Abel/Herpoltsheimer (Bayreuth/Erlangen)

Zeitstrafen: 1:1

Siebenmeter: 6/3 – 1/1

Zuschauer: 400

Spielfilm: 2:2 (3.), 9:4 (15.), 15:8 (22.), 16:10 (25.), 19:14 (34.), 24:15 (41.), 30:16 (52.).

Quelle: Main-Post

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