Streben nach Besserung

14.12.17

Lukas Horký

Lukas Horký

Foto: Vogeltanz

HaSpo Bayreuth – TSV Lohr

(Samstag, 19.30 Uhr, Schulzentrum Ost)

Während der Woche herrschte bei den Lohrer Handballern (8./10:12) erheblicher Redebedarf. Nicht allein die jüngste 21:26-Heimniederlage gegen den TSV Rothenburg, sondern auch, wie dieselbe zustande gekommen war, wurde zum Gegenstand der verbalen Nachbereitung. „Wir haben uns unterhalten, weil eigentlich nicht nachzuvollziehen war, warum wir in der ersten Hälfte so desolat aufgetreten sind“, erklärte Lohrs Trainer Bernd Becker. In den Gesprächen sei es um „größere, aber auch kleinere Dinge“ gegangen. Größere Dinge, wie etwa Disziplinlosigkeit im Angriffsspiel, was sich gegen Rothenburg in zahlreichen überhasteten Abschlüssen ausdrückte. Oder eben vermeintlich kleine Dinge, wie Abstände zwischen Spielern im Abwehrverband, die immer wieder viel zu groß gewesen seien. Vieles gelte es zu verbessern, betont Becker vor dem Spiel in Bayreuth (2./17:5): „Das“, so macht er klar, „ist ein Charaktertest.“

Im Training konzentrierter

Nach dem Spiel hatte er gesagt: „Ich habe heute nur einzelne Spieler gesehen, keine Mannschaft.“ Dennoch wirft er keinem mangelnde Einstellung vor. „Man merkt den Leuten an, wie sehr sie das Spiel wurmt. Das wirkt sich dann so aus, dass die Spieler im Training noch ein bisschen konzentrierter sind als sonst“, macht der 48-jährige Coach klar.

Dass aber ein verbessertes Auftreten in der oberfränkischen Bezirkshauptstadt automatisch mit Punkten belohnt wird, das kalkulieren die Lohrer nicht ein. „Wir wollen anders auftreten. Ob es auch für Punkte reicht, werden wie sehen“, so Becker. Denn die Gastgeber zählen zu den Topteams der Liga. „Die Bayreuther könnten für viele Vereine in der Klasse ein Vorbild sein. Sie leisten gute Jugendarbeit und bringen die Spieler auch in die erste Mannschaft“, sagt der Lohrer Trainer. Das führt dazu, dass HaSpo einen breit besetzten Kader besitzt, der durch seine zahlreichen Wechseloptionen auf allen Positionen einen Gegner über 60 Minuten unter Druck setzen kann. Zudem operiert Bayreuth mit einer offensiven 3:2:1-Deckung, in der sich in dieser Saison schon zahlreiche Gegner verheddert haben.

Daher passt es den Gästen nicht ins Konzept, dass ihr Rückraumspieler Janis Gremzde aus privaten Gründen in seine lettische Heimat gereist ist und am Samstag fehlen wird. So sind die Lohrer Wechselmöglichkeiten im Rückraum eingeschränkt, zudem den Gästen gerade gegen einen Kontrahenten wie Bayreuth ein Akteur wie Gremzde gut getan hätte, dessen Stärke das Eins-gegen-eins-Spiel ist.

Neben dem früheren lettischen Nationalspieler fehlen auch Andreas Avar und Lorenz Schmitt (beide Kreuzbandriss) sowie Markus Seltsam (Bruch der Mittelhand). Doch die Lohrer wollen sich frisches Selbstvertrauen holen. Denn in den ersten beiden Heimspielen im neuen Jahr geht es gegen Abstiegskandidaten (Anzing, Ottobeuren). Und die würden sich Becker und seine Mannschaft gerne weiter vom Leib halten.

U. Sommerkorn

Quelle: http://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Trainer-und-Trainerinnen-Lohrer-streben-nach-Besserung;art798,9820544

© Main-Post 2017

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