Undankbare Aufgabe im Unterfranken-Derby

24.10.19

SG DJK Rimpar II – TSV Lohr

(Samstag, 20 Uhr, Dreifachhalle)

Nach dem jüngsten 21:19-Heimerfolg über dem VfL Günzburg hat sich die Stimmung beim TSV Lohr (6./6:4) wieder merklich gebessert. Allerdings betrieb das Team beim Sieg über den Ex-Bundesligisten einen enorm hohen kämpferischen Aufwand. Ist das etwas, was das TSV-Team am Samstagabend im Unterfranken-Derby bei der Rimparer Zweitliga-Reserve einfach so wiederholen kann? "Das erwartete ich von der Mannschaft", macht Lohrs Spielertrainer Maximilian Schmitt klar.

Er hielt im Verlauf der bisherigen Saison den Laden im Innenblock der Lohrer Abwehr gut zusammen: der neue Kapitän Lukas Horky.

Foto: Yvonne Vogeltanz

Die Abwehr als Punktstück

Die Lohrer bestachen bislang vor allem durch eine hohe Intensität in ihrem Abwehrspiel, was zur Folge hat, dass sie nach dem VfL Günzburg bislang die zweitwenigsten Gegentore der Klasse kassiert haben – konkret gesagt 22,2 Treffer im Schnitt pro Spiel. Eigentlich gute Voraussetzungen gegen einen Gegner, der bislang die wenigsten Treffer aller Bayernligisten geworfen hat (20,8 im Schnitt).

Doch Maximilian Schmitt erwartet ein schwieriges Spiel: "Das ist die undankbarste Aufgabe, die wir bislang hatten." Denn der Gegner steht mit bislang einem Unentschieden und vier Niederlagen schon erheblich unter Druck. "Uns erschwert die Vorbereitung, dass wir nicht genau wissen, gegen wen wir spielen", so der 27-Jährige. Beim Heimspiel vor knapp zwei Wochen, bei dem Rimpar gegen die TG Heidingsfeld den bislang einzigen Punkt der Saison holte, stand mit Felix Karle plötzlich der beste DJK-Werfer der Vorsaison im Reserveteam, der eigentlich in den Zweitliga-Kader aufgerückt war. Maximilian Schmitt rechnet auch diesmal fest mit dem Einsatz des Linkshänders, zumal die erste Rimparer Mannschaft an diesem Wochenende spielfrei ist. "Möglich, dass noch weitere Spieler aus dem Zweitliga-Kader auftauchen", erklärt der Lohrer Spielertrainer.

Was die Lohrer Situation vor dem Auftritt beim Tabellendrittletzten auch nicht einfacher macht, sind die Umstände, dass Maximilian Schmitt unter der Woche im Training nie seinen kompletten Kader beisammen hatte, weil Spieler aus beruflichen Gründen fehlten, und sich das TSV-Team in der Marktgemeinde im Landkreis Würzburg in der Vergangenheit stets schwer tat. Bei bislang vier Auswärtsauftritten bei der Rimparer Reserve in der Bayernliga gab es drei Niederlagen und nur einen Sieg.

Trotzdem tritt der Lohrer Spielertrainer die Fahrt am Samstag voll Vorfreude an. Zum einen, weil er ein gutes Verhältnis zu den gegnerischen Trainern Stefan Schmitt und Sebastian Kraus hat. Zum anderen auch wegen der Derby-Situation, die dadurch noch zusätzliche Brisanz erhält, dass im Kader der Zweitliga-Reserve mit Maximilian Wirth und Hanno Märker zwei Rückraumspieler stehen, die aus Lohr stammen.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post

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