Eine Woche nach dem 29:29 gegen den Spitzenreiter geht es zum Tabellenzweiten.
Gegen den könnte der Einsatz von kleinen, beweglichen Rückraumspielern ein Erfolgsrezept sein.
Klar ist: Sportliche Überraschungen sind eigentlich nicht in beliebiger Anzahl reproduzierbar. Eine solche Überraschung war das 29:29 des Handball-Regionalligisten TSV Lohr (10. Platz/10:26 Punkte) gegen den weiter ungeschlagenen Spitzenreiter TV Erlangen-Bruck am vergangenen Samstag. Folgt nun der nächste Streich gegen ein Spitzenteam? "Wenn's geht, wollen wir das noch einmal schaffen", bekräftigt Lohrs Spielertrainer Maximilian Schmitt angesichts der Tatsache, dass seine Mannschaft am Samstag, 22. März, beim Tabellenzweiten HaSpo Bayreuth (2./25:9) zu Gast ist (Anwurf 19.30 Uhr, Schulzentrum Ost). Also beim nächsten Schwergewicht in der höchsten bayerischen Handballklasse.
Doch für Überraschungen muss eben vieles stimmen. So wie am vergangenen Samstag. "Da sind wir mit einer top Einstellung und viel Emotionalität erfolgreich gewesen", so der Lohrer Spielertrainer. So schaffte es sein Team, dem Erlanger Tempo-Handball einiges von seiner Wirkung zu nehmen, profitierte aber auch davon, dass der Gegner nicht seinen allerbesten Tag erwischt hatte.
Am kommenden Samstag ist die Aufgabenstellung jedoch eine etwas andere, nicht nur, weil die Lohrer auswärts antreten müssen. Denn anders als Spitzenreiter TV Erlangen-Bruck, der von seiner starken Offensive lebt, hat der Zweite aus Bayreuth seine Stärken eher in der Abwehr. In der extrem offensiven HaSpo-Deckung rennen sich Gegner in schöner Regelmäßigkeit fest. Bei der Lohrer 18:23-Hinspiel-Niederlage machte es das Team des Trainerduos Maximilian Schmitt/Bernd Becker gegen diese Formation zeitweise nicht einmal schlecht, brachte sich aber letztlich durch schwache Chancenverwertung um ein mögliches Erfolgserlebnis.
Keine personellen Veränderungen
"Wir haben einen Matchplan", sagt Maximilian Schmitt vor dem Auftritt in Bayreuth. Was den Schluss zulässt, dass wie im Hinspiel kleinere und bewegliche Rückraumspieler wie er selbst oder Lorenz Schmitt das Lohrer Spiel prägen sollen. Wobei die Gäste mit demselben Aufgebot antreten wie eine Woche zuvor gegen den TV Erlangen-Bruck.
Auf jeden Fall will Schmitt, dass seine Mannschaft "Schwung in die nächsten Wochen" mitnimmt. Denn in den kommenden beiden Spielen, die beide in der heimischen Spessarttorhalle stattfinden, sind mit dem HSC Coburg II (29. März) und TSV Roßtal (12. April) Mannschaften zu Gast, gegen die die Lohrer ihren gegenwärtigen Vorsprung von einem Punkt auf einen mutmaßlichen Abstiegsplatz vorentscheidend vergrößern wollen. Denn der TSV-Spielertrainer will nicht darauf angewiesen sein, dass seine Mannschaft bei den letzten beiden Saisonspielen zuhause gegen den TSV Rothenburg (24. Mai) und bei der DJK Waldbüttelbrunn (31. Mai) – beides direkte Konkurrenten im Abstiegskampf – noch darauf angewiesen ist, Punkte einzufahren.
U. Sommerkorn
Quelle: Main-Post